Aggreys Traum geht weiter

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Ich habe letzte Woche wieder mit Aggrey und seiner Frau Rebecca telefoniert.

Durch die Kameraausrüstung und den Drucker ist Aggreys Traum wahrgeworden, allen Kindern in der Schule jeden morgen einen Pott Poridge zu kochen. Jetzt schläft kein Kind mehr vor Hunger im Unterricht ein.

Ganz herzlich bedanken wir uns im Namen von Aggrey und Rebecca bei dem großzügigen anonymen Spender, der jedes Quartal mehr als 300 Euro überweist. Durch diese wundervolle Spende können die Gehälter der vier Lehrer der Schule nun regelmäßig bezahlt werden.

Weil die Schule so erfolgreich ist, drängen immer mehr Kinder in die Schule. Mittlerweile sind es um die 150 Schüler. Dadurch wird natürlich der Raum in dem kleinen Haus und Hof eng, aber Rebecca bringt es nicht übers Herz, die hoffungsvollen Kinder wegzuschicken. So müssen sie weiter zusammen rücken und die Lehrer Überstunden machen, bis zusätzliche Lehrer gefunden sind.

Auch Aggrey und seiner Familien geht es gut. Zwischenzeitlich war es für sie persönlich finanziell mal wieder sehr knapp und so konnte ihre Tochter Sheila Beauty ein paar Monate das Schulgeld ihrer weiterführenden Schule nicht aufbringen. Das Geld der von ihnen gegründeten Schule wollten Aggrey und Rebecca dafür nicht anrühren, weil sie sonst die Lehrer nicht bezahlen könnten, bzw. die Schulspeisung aussetzen müssten. Es bleibt halt weiterhin eine prekäre Situation, die die Familie und die Menschen in Shauri Yako immer wieder an die Exsitenzgrenze bringt – Alltag in einem afrikanischen Slum.

Gut ist es da, dass Aggrey’s Familie in solchen Situationen den Kopf nicht hängen lässt, sondern mit ihrem Glauben an eine bessere Zukunft einfach weiter machen. Mittlerweile hat sich die Lage wieder etwas gebessert und Sheila kann ihre Ausbildung weiter fortsetzen.

 

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FREELENS Foundation gegründet

Ich bin richtig begeistert und stolz, dass unser Dokumentar- und Hilfs-Projekt Aggreys Traum der Auslöser für die Gründung der FREELENS Foundation war.


“Die FREELENS Foundation ist ein vom Fotografenverband FREELENS e.V. ins Leben gerufener Verein, der sich die Förderung der Kunst und Kultur sowie die Unterstützung hilfsbedürftiger Personen im In- und Ausland zum Ziel gesetzt hat.


Die FREELENS Foundation möchte dazu beitragen, die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Fotografen weltweit zu verbessern. Auch kleine Veränderungen für einen einzelnen Fotografen können – wie das Beispiel von Aggrey in Mombasa zeigt – eine Verbesserung für eine Vielzahl von Menschen bedeuten. Neben der Unterstützung einzelner hilfsbedürftiger Fotografen sollen auch fotografische Projekte, Ausstellungen, Symposien und Workshops realisiert bzw. unterstützt werden. Der Schwerpunkt wird hierbei auf den sich entwickelnden Ländern liegen.”

 

Ich wünsche der FREELENS Foundation viel Erfolg dabei, Ihr Ziel zu erreichen und wie Aggrey einen Unterschied im Leben vieler Menschen machen zu können. Denn ich glaube daran, dass es diese kleinen Schritte sind, die die Welt zu einem besseren Ort machen. Nicht immer ist dazu viel Geld nötig. Oft sind es kleine Summen und das Zusammenstehen vieler kleiner Unterstützer, die einen großen Unterschied bedeuten.

 

Im Fall von Aggreys Traum ist dieser Unterschied unter anderem der große Pott Poridge der jeden Morgen in Aggreys Schule gekocht wird. Seit die Kinder morgens satt zu essen haben, schlafen sie im Unterricht nicht mehr vor Hunger ein, sondern können sich auf das lernen konzentrieren.

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fotoforum projects – Hilfsprojekt inspiriert durch Aggreys Traum

Aggreys Traum zieht immer weitere Kreise: 

Die Fortsetzung der Geschichte wurde wieder im fotoforum veröffentlicht. Von Lesern dieser Zeitschrift waren 2010 die ersten Kameras und Spenden für Aggreys Traum gekommen und hatten das Projekt damit in Gang gesetzt. Jetzt liegen weitere Spenden bereit, die wir wahrscheinlich im Juni nach Mombasa bringen werden.

Besonders freuen wir uns aber, dass Aggreys Traum das Fotoforum dazu inspiriert hat, fotoforum projects zu gründen: Eine Initiative, die jährlich 7800 Euro für soziale, ökologische und kulturelle Projekte zur Verfügung stellt, die von fotoforum Lesern vorgeschlagen werden.

Wir sind uns sicher, dass das ganz im Sinne von Aggrey ist, der uneigennützig die Menschen in Shauri Yako unterstützt – auch wenn er selbst kaum Geld hat.

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Aggreys Traum im Magazin Kontinente

Die Fortsetzung von Aggreys Traum wurde im katholischen Magazin Kontinente veröffentlicht.
Seit unserer ersten Reise hat Aggrey viel bewegt und passt seinen Traum immer wieder an, um seinen Nachbarn Hoffnung zu geben.
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Kontinente veröffentlicht regelmäßig gute Reportagen über Themen, die mit christlichem Glauben in aller Welt zu tun haben. Aufgrund des schönen Magazinbeitrags haben sich weitere Förderer für Aggreys Schule bei mir gemeldet.

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Herzlichen Dank an alle Unterstützer!

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Aggrey hat seit meinem letzten Besuch im Sommer 2009 vieles in seiner Schule vorangebracht.

Hier einige Zitate aus meinen Mails, die ich während meines zweiten Besuchs im Dezember 2010 bei Aggrey und seiner Familie im Slum Shauri Yako geschrieben habe:
“Heute habe ich Aggrey getroffen und ihm seine neue Ausrüstung übergeben. Er hat bis an die Ohren gegrinst und gemeint: „Jetzt bin ich ein professioneller Fotograf.“ Den Erfolg seiner neuen Kamera und des neuen Druckers konnte ich heute schon am Strand in Augenschein nehmen. Während sechs Leute bei ihm die günstigeren Bilder bestellt haben, die drei Tage dauern, wollten 25 die Bilder sofort ausgedruckt haben.”

“Im vergangenen Jahr ist Aggrey sehr aktiv gewesen und hat sein Haus, in dem auch die Schule untergebracht ist, weiter ausgebaut. Die zwei zusätzlichen Räume vermietet er an andere Slumbewohner und mit dem Geld kann er jetzt einen der Lehrer bezahlen.”

“Da wir Dank Ihrer Hilfe noch einiges an Mitteln zur Verfügung haben, möchte ich Aggrey gerne unterstützen, für die Schule Holz zu kaufen, aus dem er einige Schulbänke und Tafeln zimmern kann. Die Arbeit kann und wird Aggrey selbst leisten, aber das Geld, um das Holz zu kaufen hat er nicht. 
Bisher werden nur die ersten vier Schuljahre unterrichtet. Ab Januar wollen sie dann mit der fünften Klasse starten. Dafür möchten Rebecca und ich einige Schulbücher kaufen, damit die Grundausstattung steht.”

“Aggrey hat mit eigener Hände Arbeit aus dem Material, das wir gekauft haben drei Tafeln gezimmert. Dazu haben wir für die Schule noch Bücher organisiert, damit auch die neue Klasse ausgestattet ist. Ich habe fast geheult, als die Kinder einen Dankestanz- und ein Lied für uns aufgeführt haben.”

“Aggreys Geschäft mit der neuen Kamera und vor allem dem Drucker läuft klasse. Für den Drucker hat er gleich eine schicke Kiste gezimmert, mit schwarzem Leder umwickelt und rotem Tuch ausgelegt. Wie ein kleiner edler Koffer. Damit geht sein Sohn jetzt mit schicken Schuhen, schwarzer Hose und Krawatte an den Strand und druckt Aggreys Fotos. Ein Bild, das wir morgen unbedingt festhalten müssen.”

Seit meiner Rückkehr ist es mir gelungen, weitere Spenden für “Aggreys Traum” zu sammeln und so können wir jetzt zwei der vier Lehrergehälter für ein Jahr finanzieren. Ein Lehrer bekommt bisher lediglich 20 Euro im Monat – 240 Euro im Jahr.
Bisher konnte Aggrey das Gehalt nur unregelmäßig zahlen, deswegen haben oft die besseren Lehrer bei der kleinen Slumschule aufgehört zu arbeiten.

Weitere Unterstützer sind gerne willkommen.
Alle Infos hierzu finden Sie oben rechts.

Liebe Grüße von Rebecca, Aggrey und Uwe

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Making off Fotos © Max Kesberger

Wie alles angefangen hat!
Veröffentlichung “Aggreys Traum” im Magazin fotoforum

Dank von Rebecca und Aggrey an die Spender

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